| Welte-Mignon | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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(Eine kleine Einführung von Alfons Eschle) |
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unten:Foto aus HK-Konsult |
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![]() Die "Software" von damals. |
![]() Gleitblock und Antriebszylinder |
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Die Firma Welte stellte 1904 ein pneumatisch betriebenes Gerät vor, welches das Klavierspiel eines Pianisten exakt aufzeichnen und mit einer speziellen Vorrichtung wiedergeben konnte. Aufgezeichnet wurde auf einer Papierrolle (die Software von damals) das Niederdrücken der Tasten in zeitlich richtiger Abfolge. Wiedergegeben wurde aber auch die Dynamik, also die Anschlagstärke. Jeder gespielte Ton erzeugte während des Spiels auf "seiner" Spur einen Strich auf dem Papier. Diesem Strich entlang wurden aus dem Papier kleine Löcher (siehe Hintergrund) gestanzt. Das Papier wird nun über einen Gleitblock gezogen, welcher unter Unterdruck steht, also Luft ansaugt. Jedesmal, wenn ein Loch eintrifft, wird durch dieses Loch Luft angesaugt. Diese Luft wird durch ein Blei(!)rohr weitergeleitet und bewirkt am Ende, dass ein länglicher Blasbalg kräftig ausgesaugt wird. Diese Bewegung des Blasbalgs bewegt nun den Klavierhammer, resp. (beim Vorsetzer) den künstlichen Finger. Das heisst, dass unter jeder Taste ein Blasbalg wartet, bis er zuschlagen darf auf Befehl der kleinen Löchlein in der Papierrolle. Das heisst auch, dass unter den 100 Oeffnungen des Gleitblocks eben 100 Bleiröhrchen angebracht sind, welche den Luftstrom weiterleiten Die ganze Einrichtung wurde in Flügel eingebaut, aber auch in so genannte Vorsetzer wie im Bild oben rechts, welche sich dann das beste Klavier aussuchen durften. Lässt man nun den Vorsetzer seine Finger auf einem Midi-fähigen Keyboard trommeln, eröffnet dies ganz neue Perspektiven: Die entstehenden Midi-Befehle kann man speichern und als Midi-file sowohl in einem entsprechenden Musikprogramm bearbeiten als auch in einer mail oder Webseite weiterverbreiten. (Mehr über Midi hier)Wir können also Pianisten der vorigen Jahrhundertwende, von denen es kaum Schallplatten oder CD gibt, annähernd zuhören, wie wenn sie da wären. Die Einschränkung bezieht sich auf die recht plumpe Wiedergabe der Dynamik, weniger auf die zeitliche Tonfolge. |
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Hier ein paar Resultate von meinem Vorsetzer. Er hämmert auf ein Clavinova von Yamaha ein. (Rollen aus Sammlung) Am besten werden die Midi-Dateien auf eine Diskette geladen und einem entsprechenden Keyboard zum abspielen übergeben. Die Soundkarte des Computers befriedigt selten. Eventuelle merkwürdige Klangveränderungen stammen vom Pianopedalbefehl des Clavinova. Dieses setzt den Befehl, leiser zu spielen in Klangeveränderungen um. Wenn man den Softpedalbefehl herausklickt, klingt`s besser (Beispiel Solveigslied), aber in der Lautstärke weniger differenziert. Die Hersteller der Notenrollen brauchten das Pianopedal sehr oft, um einen sanften Anschlag vorzutäuschen.
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| Welte-Einrichtung eingebaut in meinem
Flügel,
späteres Modell mit grünen (schmaleren) Rollen |
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| Détail |
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| Vorsetzer von hinten -"bleischwer..." | zum Anfang |